In weiterer Folge wird man sodann mit Online Broker in Berührung kommen und zudem einige Begriffe kennenlernen, mit denen man vielleicht gar nichts anzufangen weiß.
So etwa, was Zertifikate sind bzw. sogenannte Zertifikate Broker und welcher aus unserem umfassenden Test als der beste hervorgegangen ist.
Contents
- 1 Was sind Zertifikate
- 2 Vor- und Nachteile beim Anlegen in Zertifikate in Österreich
- 3 Worauf sollte man bei der Brokerauswahl für Zertifikate in Österreich achten?
- 4 Libertex & Capital.com
- 5 Genügt eine App zum Zertifikate Investieren?
- 6 Empfehlung für die Investition in Zertifikate in Österreich – unser Fazit
- 7 Häufig Fragen zu Zertifikate Brokern Österreich
Was sind Zertifikate
Bei einem Zertifikat handelt es sich um eine sogenannte Schuldverschreibung, die über derivative Komponenten verfügt. Die Wertentwicklung hängt also immer von der Wertentwicklung anderer Finanzprodukte ab. Zertifikate gewähren im Gegensatz zu Standardanleihen keine feste Verzinsung, sondern stellen nur eine Teilhabe am Erfolg wie Misserfolg des Börsengeschäfts dar. Anzumerken ist, dass Zertifikate für den Käufer unterschiedliche Ertragschancen wie auch Verlustrisiken beinhalten können.
Bei Zertifikaten mag es sich um strukturierte Finanzprodukte handeln. Zertifikate werden von den Banken emittiert und in der Regel an private Kunden verkauft. Aus diesem Grund stellen Zertifikate auch klassische Retail-Produkte dar. Der Privatanleger bekommt hier die Möglichkeit, dass er sehr komplexe Anlagestrategien verfolgen kann, die ansonsten nur den professionellen Tradern zur Verfügung stehen.
Eine interessante Alternative zu den Indexzertifikaten sind die Indexfonds. Auch hier wird ein Index abgebildet. Jedoch verursachen Indexzertifikate gegenüber Indexfonds geringere Kosten, wobei es ein nicht zu unterschätzendes Emittentenrisiko gibt. Wenn dem Zertifikat ein bestimmter Aktienindex zugrunde liegt, dann ist zu berücksichtigen, ob es sich um ein Zertifikat handelt, das sich auf einen Kursindex oder Performanceindex bezieht.
Beim Kursindex werden keine Dividendenzahlungen miteinbezogen – beim Performanceindex hingegen schon. Ein Unterschied, der mitunter dafür sorgt, dass es im Jahr einen Renditeunterschied um einige Prozent gibt. Der Performanceindex ist daher wesentlich vorteilhafter.
Es gibt auch sogenannte Korbzertifikate. In diesem Fall handelt es sich um einen Korb von Aktien, in dem sich aber auch andere Anlageprodukte befinden können. Der Korbinhalt stellt letztlich eine Abwandlung eines Indexzertifikates dar. Hier unterscheiden sich die Zertifikate bezüglich des Mechanismus der Pflege einer Korbzusammensetzung sowie auch hinsichtlich der Dividendenausschüttungen.
Auch gibt es Unterschiede bei der Managementgebühr. REIT-Zertifikate sind übrigens eine Variante der Korbzertifikate. Hier werden Kursentwicklungen eines Immobilienindex oder von börsennotierten Immobilien-Aktiengesellschaften abgebildet.
Zudem gibt es noch Trackerzertifikate. Diese bilden die Entwicklung eines Kurses von einem Basiswert ab. Es gibt jedoch keine Auszahlung von Dividenden. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden diskontiert und vorab im Kurswert berücksichtigt. Das heißt, die Dividendeneinkünfte werden in Kurssteigerungen verwandelt.
Vor- und Nachteile beim Anlegen in Zertifikate in Österreich
Je nach Eigenschaften wie Konditionen mag das Investieren in Zertifikate diverse Vor- wie Nachteile mit sich bringen. Entscheidet man sich etwa, mit Indexzertifikaten wie ETFs zu arbeiten, so hat man eine gute und vielversprechende Möglichkeit gefunden, wie man sein Geld in die Hände professionelle Anleger legen kann, die sodann eine monatliche Rendite erzielen, die deutlich über der Inflation liegt.
Das heißt, es kommt zu einem Vermögensaufbau bzw. zu einer Vermehrung des Vermögens. Zudem mag es sich um eine ideale Option handeln, wenn man selbst noch unerfahren ist und Respekt vor dem eigenständigen Investieren hat.
Jedoch gibt es ein paar Nachteile, die nicht außer Acht zu lassen sind: Zertifikate weisen in der Regel nur sehr durchschnittliche Rendite auf – hohe Rendite, wie das etwa bei anderen Investitionen der Fall sein kann, sind hier nicht zu erwarten. Zudem gibt es Broker, die sehr strenge Bedingungen haben, wenn es darum geht, dass der Anleger sein Geld beheben möchte.
Worauf sollte man bei der Brokerauswahl für Zertifikate in Österreich achten?
Aufgrund der Tatsache, dass es viele Online Broker gibt, mag es wichtig sein, einen Vergleich durchzuführen. Aber worauf ist im Zuge eines Vergleichs zu achten?
Kundenservice
Der Kundenservice mag gerne unterschätzt werden, ist aber ausgesprochen wichtig. Warum? Treten Fragen wie auch Schwierigkeiten auf, so ist es wichtig, dass man einen kompetenten Ansprechpartner an seiner Seite hat, der sodann weiterhilft. Ganz egal, um was es am Ende geht – man sollte einen schnellen Lösungsvorschlag präsentiert bekommen.
Idealerweise gibt es eine telefonische Hotline und/oder einen Live Chat. Vor allem die Kontaktaufnahme per Live Chat erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da hier kostenlos und schnell mit einem der Mitarbeiter Kontakt aufgenommen werden kann.
Steht etwa nur die Kontaktaufnahme per E-Mail oder einem Kontaktformular, das auf der Homepage zu finden ist, zur Verfügung, so mag das doch als eher negativ gelten und ist im Zuge des Vergleichs sehr wohl zu berücksichtigen
Angebot
In weiterer Folge geht es auch um das zur Verfügung stehende Angebot. Solange die Favoriten zur Verfügung stehen, mag der Broker empfehlenswert sein – aber wenn dann die entsprechenden Assets nicht auffindbar sind, so muss man Kompromisse eingehen.
Und wer hier etwa bei den zur Verfügung stehenden Basiswerten nicht zu 100 Prozent sicher ist, der geht ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Daher ist es besonders wichtig, dass man im Vorfeld auf das Angebot achtet und sich hier mit den Assets auseinandersetzt.
Mitunter mag es auch ratsam sein, dass man überprüft, ob es Weiterbildungsmöglichkeiten wie Tutorials und eBooks gibt oder auch ein Demokonto, sodass einmal gefahrlos die Dienste des Brokers ausprobiert werden können.
Gebühren
Gebühren nagen an den Gewinnen. Genau deshalb ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld mit der Gebührenstruktur des Brokers befasst, sodass man hier keine (bösen) Überraschungen erlebt.
Mitunter sind hier auch im Internet zu findende Test- wie Erfahrungsberichte hilfreich, die über diverse Broker verfasst wie erstellt wurden. So bekommt man dann relativ schnell einen Überblick, ob es gegebenenfalls versteckte Kosten gibt.
Einzahlungsmethoden
Wer per Banküberweisung eine Einzahlung vornehmen möchte oder plant, mit der Kreditkarte das Konto aufladen zu wollen, der wird in der Regel keine Schwierigkeiten bei den Einzahlungsmethoden haben. Plant man aber mit PayPal das Konto aufzuladen, so ist im Vorfeld zu überprüfen, ob dieser Dienst von Seiten des Online Brokers akzeptiert wird.
Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf: Gibt es Einzahlungsgebühren und wenn ja, wie hoch fallen die Gebühren aus bzw. treten diese immer in Kraft oder nur, wenn bestimmte Zahlungsmethoden gewählt werden?
Auszahlungsmethoden
So auch, wenn es darum geht, das Guthaben auszahlen zu lassen. Auch hier ist im Vorfeld zu klären, welche Auszahlungsmethoden angeboten werden und ob gegebenenfalls Gebühren anfallen.
Libertex & Capital.com
Libertex sowie Capital.com zu den bekanntesten wie beliebtesten Online Brokern. Aufgrund der Tatsache, dass es einige Gemeinsamkeiten gibt, aber durchaus den einen oder anderen Unterschied, mag es ratsam sein, sich die drei Anbieter genauer anzusehen.
Libertex stellt mehr als 2000 Aktien zur Verfügung; bei Capital.com sind es über 3.100 Aktien und bei Libertex über 200 Aktien. Auch bei der Anzahl an ETFs überzeugt Capital.com – hier sind es über 250, bei Libertex 150 und bei Capital.com 10.
Alle drei Anbieter verlangen keine Kosten/Trade; zudem gibt es keine Kontoführungsgebühren. Des Weiteren verzichten alle drei auf eine Inaktivitätsgebühr.
Letztlich wirken alle drei Online Broker empfehlenswert, sodass es hier am Ende auf die persönlichen Voraussetzungen ankommt, welchem Broker am Ende das Vertrauen geschenkt werden soll.
Genügt eine App zum Zertifikate Investieren?
Wichtig ist, dass man damit zurecht kommt bzw. sich wohlfühlt. Ist das der Fall, so spricht nichts gegen die ausschließliche Verwendung einer App.
Beinahe alle Broker bieten mittlerweile ein App für iOs oder Android an mithilfe derer der komplette Funktionsumfang der Web Version abgebildet werden kann und somit auch der Zertifikate Handel in Österreich ohne Probleme stattfinden kann.
Empfehlung für die Investition in Zertifikate in Österreich – unser Fazit
Möchte man mit Zertifikate arbeiten, so mag das durchaus vielversprechend sein. Wichtig ist, dass man einen Zertifikate Broker an seiner Seite hat, dem das Vertrauen geschenkt werden kann. Das heißt, es geht hier in erster Linie darum, dass man einen Anbieter hat, der reguliert ist und zudem auch ein faires Gebührenmodel verfolgt.
Mit einem Brokervergleich wird man mit Sicherheit den für sich passenden Anbieter finden. Wichtig ist hier, dass man jedoch im Vorfeld weiß, was einem persönlich wichtig ist.
Häufig Fragen zu Zertifikate Brokern Österreich
Kann man mit Zertifikaten ein Vermögen aufbauen?
Worauf ist einem Zertifikate Broker zu achten?
Handelt es sich um eine riskante Veranlagungsform?
Sollte ein Teil des Geldes auch am Tagesgeldkonto aufbewahrt werden?
Ich bin Aktienenthusiastin seit 2009 und Chefredakteurin bei aktienkauf.at. In meiner Freizeit gehe ich gerne in die Berge rund um meine Heimatstadt Wien.
Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.